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Über die Kunst und den persönlichen Resonanzraum

Meine Kunst gründet auf der Er­kennt­nis von der Schön­heit und der End­lich­keit un­se­res Pla­ne­ten. Sie grün­det auf der Be­wun­de­rung für die kul­tu­rel­le Viel­falt die­ser Welt. Ich glau­be an die Äs­the­tik der Ein­fach­heit, an die Kraft der Poe­sie und Mu­sik. Ich stre­be nach Chan­cen­gleich­heit und Ent­fal­tungs­mög­lich­keit für alle Künst­ler*­innen, egal wel­chen so­zia­len oder geo­gra­phi­schen Hin­ter­grunds. Ich set­ze mich für die ma­te­ri­el­le und po­li­ti­sche Sicher­heit al­ler Künst­ler*­innen ein. Ich ori­en­tie­re mich nicht an ma­te­ri­el­len Maß­stä­ben, son­dern bin mei­ner Kunst ver­pflich­tet.

Kunst bildet den Resonanz­raum für mein po­li­ti­sches und mein ge­sell­schaft­li­ches Den­ken und Han­deln.

 
 

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Stimmen

"Der ehemalige Schauspieldirektor des Thea­ters Al­ten­burg-Ge­ra, Bern­hard Sten­ge­le, will in die Po­li­tik ge­hen. Wie der 56-Jäh­ri­ge ge­gen­über Deutsch­land­funk Kul­tur er­klär­te, wer­de er bei den Thü­rin­ger Land­tags­wah­len am 27. Ok­to­ber als Di­rekt­kan­di­dat für Bünd­nis 90/Die Grü­nen an­tre­ten.

Sein politisches En­ga­ge­ment will Sten­ge­le da­bei auch als Zei­chen für die Re­gi­on ver­stan­den wis­sen. Das ne­ga­ti­ve Bild von Ost­deutsch­land, vor al­lem im Sü­den der Re­pu­blik (Sten­ge­le stammt aus Ba­den-Würt­tem­berg), ha­be ihn ge­är­gert und letzt­lich zu die­sem Schritt mo­ti­viert.

Stengele war von 2012 bis 2017 Schau­spiel­di­rek­tor in Al­ten­burg-Ge­ra und ver­schaf­fte dem Haus mit ei­ner außer­ge­wöhn­lich di­ver­sen En­sem­ble-Zu­sam­men­set­zung über­re­gio­na­le Auf­merk­sam­keit. Mehr­fach hat­ten je­doch vor al­lem schwar­ze Schau­spieler*­innen über All­tags­ras­sis­mus in der Stadt und der Re­gi­on ge­klagt. Als meh­re­re von ih­nen des­halb ih­ren Weg­gang aus Al­ten­burg-Ge­ra an­kün­dig­ten, sei auch für Sten­ge­le klar ge­we­sen, dass er nicht dort blei­ben wol­le, 'wo meine Freun­de und Künst­ler­kol­le­gen nicht sein kön­nen.'"

Deutschlandfunk Kultur/jeb
nachtkritik.de / 11. September 2019

 
 

"Ich bin unendlich dankbar und glück­lich über diese letz­ten fünf Jah­re. Es war für mich die bis­her be­rei­chernds­te Zeit mei­ner Kar­rie­re. Ich ha­be das Ge­fühl, als Schau­spie­ler­in so viel ge­lernt zu hab­en. Ich hat­te die Mög­lich­keit, un­ter­schied­lichs­te Rol­len in al­len Gen­res zu spie­len. Da­rüber hin­aus war ich Teil ei­nes En­sem­bles, wie ich es mir im­mer ge­wünscht ha­be. Die Mi­schung aus der Be­schäf­ti­gung mit und dem Wir­ken in den Städ­ten Al­ten­burg und Ge­ra, un­se­rer in­ter­na­tio­na­len Ar­beit mit Kol­le­gen aus an­de­ren Län­dern, im­mer in Aus­ein­an­der­set­zung mit ak­tu­el­len (po­li­ti­schen) The­men und Ten­den­zen, das ist ge­nau das, was Thea­ter mei­ner Mei­nung nach heu­te sein sollte."

Anne Diemer
Thüringer Allgemeine / 1. Juli 2017

 
 

"Als ich zum ersten Mal 2014 hierher kam, ohne ein ein­zi­ges deut­sches Wort spre­chen zu kön­nen, war es mir von An­fang an klar, dass ich hier ein Zu­hause fin­den könn­te. Die In­ter­na­tio­na­li­tät des En­semb­les und die Aus­ein­an­der­set­zung mit ak­tu­el­len, po­li­ti­schen The­men macht die Ar­beit hier so wert­voll und ein­zig­artig. 'Die Schutz­lo­sen 2015' hat als Stück ei­nen be­son­de­ren Platz in mei­nem Her­zen. Und als an­ders­spra­chi­ge Schau­spie­ler­in ist es für mich ei­ne Ehre ge­we­sen, 'Die Jung­frau von Or­leans' von Fried­rich Schil­ler spie­len zu dür­fen, für die ich im­mer dank­bar sein wer­de. Die­se groß­ar­ti­ge Thea­ter­fa­mi­lie hat mich um­armt und mir die schöns­ten zwei Jah­re mei­nes Le­bens be­rei­tet."

Katerina Papandreou
Thüringer Allgemeine / 1. Juli 2017

 
 

"Bernhard Stengele war ein großer Gewinn für un­ser Thea­ter. Ich be­daue­re es sehr, dass er nicht noch län­ger bei uns bleibt. Wie kaum ein an­de­rer Schau­spiel­di­rek­tor hat Bern­hard Sten­ge­le am Thea­ter Al­ten­burg-Ge­ra in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren sei­ne Hand­schrift hin­ter­las­sen. Sei­ne Ar­beit im Schau­spiel be­schäf­tig­te sich ne­ben dem klas­si­schen Re­per­toire haupt­säch­lich mit der Ver­bin­dung ver­schie­de­ner Kul­tu­ren und Zi­vi­li­sa­tio­nen und sei­ne Idee, ein in­ter­na­tio­na­les Thea­ter auf­zu­bau­en, wur­de so­wohl vom Schau­spiel­en­sem­ble als auch vom Pub­li­kum be­geis­tert auf­ge­nom­men. Er hat Thea­ter ge­macht für die Men­schen in un­se­rer Re­gi­on, in Al­ten­burg, in Ge­ra, und das Schau­spiel hat durch ihn sei­ne Strahl­kraft wie­der­ge­won­nen, ge­ra­de in ei­ner Zeit hef­ti­ger po­li­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Ras­sis­mus und Frem­den­feind­lich­keit zeig­te er da­mit Hal­tung und war Vor­bild für vie­le. Für vie­le an­de­re Kul­tur­ein­rich­tun­gen wa­ren Bern­hard Sten­ge­le und sein Team zu­dem gern ge­se­he­ner Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner. Ge­mein­sam stan­den sie für ei­ne Kunst, die sich ein­mischt in die ge­sell­schaft­liche De­bat­te und zum Nach­den­ken an­regt. Per­sön­lich wün­sche ich Bern­hard Sten­ge­le und den Mit­strei­tern, die un­ser Haus eben­falls ver­las­sen, viel Glück und schon bald er­neu­ten Er­folg bei al­len Her­aus­for­de­rungen.“

Landrätin Michaele Sojka
Presseerklärung / 14. Juni 2017